März 2015

Alle Daten im Fluss - Industrie 4.0 als notwendiger Wachstumsmotor für die Zukunft


Deutschland verfügt über einen leistungs-starken Industriesektor und ist in vielen Bereichen weltweit führend. Aber die Industrie steht vor großen Herausforde-rungen. 


Fachkräftemangel, zunehmender Wettbe-werbsdruck und veränderte Kundenanfor-derungen erfordern eine Neuausrichtung der Wirtschaft hin zu einer sehr stark individualisierten Produktion. 

   

Die Antwort: Industrie 4.0.
Reale und virtuelle Welt wachsen zusam-men. Cyber-physische Systeme (CBS) verknüpfen mittels eingebetteter „Kleinst-computer“ unterschiedlichste Objekte. Maschinen und Werkstück kommunizieren untereinander oder mit dem Internet. De-zentrale Steuerungs- und Planungssysteme ermöglichen eine schnelle, hochflexible Produktion bei gleichzeitiger Optimierung der Wertschöpfung. Die Nutzung digitaler Netzwerke bieten innovative Lösungen zur Gestaltung der Wertschöpfungsketten und damit eine Möglichkeit zur Bewältigung der Herausforderungen. 

   

Noch ist das beschriebene Bild „Industrie 4.0“ eine Vision. Technische und wirtschaft-liche Herausforderungen sind noch zu meistern. Doch die Umsetzung nimmt Fahrt auf. Der digitalen Weiterentwicklung der Produktion zur „Fabrik von morgen“ kann sich kein Unternehmen mehr verschließen, wenn es langfristig wettbewerbsfähig blei-ben will. 

  

Deutschland ist als Industriestandort dazu bestens gerüstet. Rund 80 Prozent aller Innovationen in der Fertigungstechnologie basieren mittlerweile uf der Integration von Maschinenbau und IT-Technologie.

 

Anbindung der Shopfloor-Ebene als Voraussetzung für Industrie 4.0
Sobald Produktionsprozesse ins Spiel kommen, verliert die bei ERP-Systemen vorherrschende Integration der Daten 

 

und Informationsflüsse oftmals an Durch-gängigkeit. Die für agile Produktionsprozes-se so notwendige vertikale Integration der ERP-Systeme mit den IT-Systemen der Shopfloorebene ist oft noch unzureichend. 

Die Bedeutung von Industrie 4.0 wird in den nächsten fünf Jahren zunehmen. Die meisten Unternehmen sehen die Einführung von mobilen Endgeräten und Logistiklös-ungen in Verbindung mit der Anpassung und Integration der Fertigungsprozesse als Einstieg in die Umsetzung von Industrie 4.0. Den größten Nutzen erhoffen sie dabei in punkto Reaktionsgeschwindigkeit auf Ver-änderungen im Fertigungsprozess oder im Kundenauftrag durch Echtzeitrückmeldung von Produktionsdaten und Engpassin-formationen im Fertigungsprozess. 

 

Die dazu benötigten Technologien sind heute bereits vorhanden. Lösungen für Mobile ERP, Mobile Logistik und Mobile Service werden in den nächsten Jahren mit zu den größten Wachstums- und Innova-tionsmotoren der IT zählen. RFID, In-Memory-Technologie, M2M-Kommunikation werden Unternehmensprozesse effizienter und flexibler gestalten und sind Grundlage für intelligente Lösungen für die Fabrik von morgen. 

 

Generell gilt: Letztendlich handelt es sich bei Industrie 4.0 um einen evolutionären Prozess, mit dessen Umsetzung bereits heute Schritt für Schritt begonnen werden kann. Der Markt stellt hohe Anforderungen an Unternehmen. Die mit Industrie 4.0 adressierten Themen wie Automatisierung, Flexibilisierung sowie horizontale und vertikale Integration, sind notwendig, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Ob diese Themen in einigen Jahren noch unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammen-gefasst werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Die Themen sind richtig. Das Label mag sich ändern.




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